Der Break-even-ROAS ist der ROAS, bei dem eine Kampagne genau so viel Deckungsbeitrag bringt, wie sie kostet. Jeder ROAS darunter ist Verlust, egal wie gut er im Werbekonto aussieht. Er hängt nur von der Marge der beworbenen Artikel ab.
Definition
Der Break-even-ROAS ist das Verhältnis aus Brutto-Umsatz und Werbekosten, bei dem der Deckungsbeitrag der beworbenen Bestellungen (DB2: nach Ware, Versand, Zahlartgebühr, Retouren) die Werbekosten exakt deckt. Er ergibt sich aus der DB2-Marge, bezogen auf den Brutto-Preis: Je niedriger die Marge, desto höher der ROAS, den die Werbung erreichen muss.
Mit Netto-Marge m (vom Netto-Erlös) und Umsatzsteuer: Break-even-ROAS = (1 + USt) ÷ m. Beide Schreibweisen führen zur selben Zahl.
| DB2 je Bestellung | 12,41 € |
| DB2-Marge vom Brutto-Preis (12,41 ÷ 39,90) | 31,1 % |
| Break-even-ROAS (39,90 ÷ 12,41) | 3,22 |
| Tatsächlicher ROAS im Beispiel (15.960 € ÷ 2.400 €) | 6,65 |
| Werbekosten, bei denen der ROAS genau 3,22 wäre (15.960 ÷ 3,22) | 4.963,59 € |
Über 3,22 verdient die Kampagne, darunter verliert sie. Ein Artikel mit 15 % DB2-Marge hätte einen Break-even-ROAS von 6,67 — derselbe ROAS 6,65, der beim Beispielartikel komfortabel ist, wäre dort bereits Verlust.
Werbekonten optimieren auf Ziel-ROAS, und die meisten Händler setzen dieses Ziel nach Gefühl: 3, 4, 5. Der Break-even-ROAS ersetzt das Gefühl durch die Marge. Er ist je Artikel verschieden, deshalb ist ein Ziel-ROAS je Kampagne nur sinnvoll, wenn die Kampagne Artikel mit ähnlicher Marge bewirbt. Für Sortimente mit 20 und 45 % Marge in derselben Kampagne gibt es keinen richtigen Ziel-ROAS — nur den richtigen je Artikelgruppe. Und weil die Retourenquote in den DB2 eingeht, steigt der Break-even-ROAS mit der Quote: bei 25 % statt 10 % im Beispiel von 3,22 auf 4,93.
Begriffe erklären. de_core rechnet sie — jede Nacht, je Artikel.
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