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Deckungsbeitragsrechnung für Onlineshops — DB1, DB2, DB3 je Produkt, mit offenen Formeln

Die üblichen Deckungsbeitrags-Vorlagen kennen Erlös und variable Kosten. Ein Onlineshop hat mehr: Versand je Sendung, Zahlartgebühr in Prozent plus Fixbetrag, Marktplatzgebühr, Retouren als Erwartungswert, Werbekosten je Bestellung. Diese Vorlage rechnet genau das — für bis zu 20 Produkte nebeneinander, mit Summenblock, Fixkosten und Break-even-Bestellungen. Ohne Makros, ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Schranke.

Excel-Vorlage herunterladen (.xlsx) 12 KB · Excel, Google Sheets, LibreOffice, Numbers · Stand 26.08.2026
Vorschau der Excel-Vorlage Deckungsbeitragsrechnung: Spalten von Verkaufspreis über DB1, Retourenkosten, DB2 und DB3 bis DB3 gesamt je Monat, drei Beispielprodukte
Vorschau des Blatts „Deckungsbeitrag" mit den drei Beispielzeilen (eigener Shop, Mode-Artikel mit 30 % Retouren, Marktplatz mit 15 % Gebühr). Blau = Eingaben, Grau = Zwischenrechnung, Grün = Ergebnis.

Was die Vorlage rechnet

DB1 — nach Wareneinsatz

Netto-Erlös (Brutto-Preis ÷ (1 + USt)) minus Einkaufspreis inklusive Bezugskosten. Die Zahl, die Warenwirtschaft und Shopsystem als „Marge" zeigen.

DB2 — nach Versand, Gebühren, Retouren

Minus Versand und Verpackung je Sendung, Zahlartgebühr (% vom Brutto + fix), Marktplatzgebühr und Retourenkosten als Erwartungswert: Retourenquote × Verlust je Retoure.

DB3 — nach Werbekosten

Minus Werbekosten je Bestellung. Dazu der Kipppunkt der Retourenquote (ab hier ist DB3 negativ) und DB3 gesamt je Monat aus deinen Bestellzahlen.

Summenblock

Summe DB3 aller Produkte, Fixkosten, Ergebnis je Monat, Ø DB3 je Bestellung und die Bestellungen, die du für die Fixkosten brauchst (Break-even).

Die Formeln sind dieselben wie im Deckungsbeitrags-Rechner und stehen offen in jeder Zelle; das zweite Blatt „Annahmen & Anleitung" erklärt jede Stufe. Die drei Beispielzeilen zeigen, wie stark dieselbe Rechnung auseinanderläuft: Beispielprodukt A (39,90 €, 10 % Retouren) behält 6,41 € DB3 je Bestellung, der Mode-Artikel B (59,90 €, 30 % Retouren) 1,30 €, das Marktplatz-Produkt C (15 % Gebühr) 3,83 €.

So füllst du sie aus — in 20 Minuten je Produkt

  1. Verkaufspreis brutto, USt, Einkaufspreis netto. Den Einkaufspreis inklusive Fracht, Zoll und Produktverpackung — sonst ist der DB1 zu hoch.
  2. Versand + Verpackung je Sendung. Aus der letzten Rechnung des Versanddienstleisters: Gesamtbetrag ÷ Sendungen, plus Karton und Füllmaterial.
  3. Zahlartgebühr deines häufigsten Anbieters. PayPal 2,49 % + 0,35 €, Shopify Payments Basic 2,1 % + 0,30 € (Stand 26.08.2026). Marktplatzgebühr nur für Marktplatz-Zeilen (Amazon je nach Kategorie meist 15 %).
  4. Retourenquote je Produkt aus Warenwirtschaft oder Shop-Export, dazu Rückversand + Bearbeitung je Retoure und den Wertverlust der Ware in Prozent des Einkaufspreises (Aufbereitung, B-Ware).
  5. Werbekosten je Bestellung. Monatskosten des Werbekontos ÷ Bestellungen — oder genauer je Kampagne gegen die Artikel, die sie verkauft.
  6. Bestellungen je Monat und Fixkosten. Der Summenblock zeigt Ergebnis und Break-even. Wenn eine Zeile einen negativen DB3 hat: Das Produkt verliert Geld, und mehr Werbung macht es schlimmer.

Wo die Vorlage endet — und warum

Eine Tabelle rechnet, was du eintippst: einen Wert je Produkt und Monat. Sie weiß nicht, dass die Retourenquote von Produkt B im Winter 38 % ist und im Sommer 22 %, dass Kampagne 3 nur Produkt A verkauft und Kampagne 5 nur Produkt B, dass der Einkaufspreis seit März 1,40 € höher liegt oder dass PayPal am 21. auszahlt und der Lieferant am 10. Geld will. Die Lücke ist keine Frage der Vorlage, sondern der Daten:

FrageExcel-Vorlagede_core
DB1–DB3 für ein Produkt, Stand heuteja — genau dafürja
Dasselbe für 300 Artikel, jede Nacht neumanuell, wöchentlichautomatisch aus Shop, Lager, Zahlungsanbieter
Welche Kampagne welche Artikel verkauft — POAS je Kampagneneinja, aus den Werbekonten
Retourenquote je Artikel im Zeitverlauf, mit Frühwarnung am Kipppunktneinja
Auszahlungslücke und 13-Wochen-Liquiditätsvorschauneinja
Jede Zahl mit Herkunft (welche Bestellung, welche Rechnung)neinja

Deshalb ist die Vorlage kostenlos: Sie ist der kleinste Ausschnitt der Rechnung, die de_core für dein ganzes Sortiment macht. Wer sie einmal für drei Produkte ausgefüllt hat, weiß, warum man sie nicht für dreihundert ausfüllen will.

Häufige Fragen

Was rechnet die Vorlage — und was rechnet sie nicht?

Je Produkt: Netto-Erlös, DB1 nach Wareneinsatz, DB2 nach Versand, Zahlartgebühr, Marktplatzgebühr und Retouren-Erwartungswert, DB3 nach Werbekosten, Kipppunkt der Retourenquote und DB3 gesamt je Monat; unten Fixkosten, Ergebnis und Break-even-Bestellungen. Nicht enthalten: Historie, Zuordnung von Kampagnen zu Artikeln, Bestände, Liquidität.

Wie gehen Retouren in die Deckungsbeitragsrechnung ein?

Als Erwartungswert je Bestellung: Retourenquote × Verlust je Retoure. Der Verlust je Retoure ist die Differenz zwischen einer behaltenen und einer retournierten Bestellung: Erlös weg, Hinversand verloren, Rückversand und Bearbeitung, Wertverlust der Ware, Zahlartgebühr nicht erstattet. Im Beispiel 28,73 € je Retoure, bei 10 % Quote 2,87 € je Bestellung.

Funktioniert die Vorlage in Google Sheets, LibreOffice und Numbers?

Ja. Die Datei nutzt nur Grundrechenarten sowie IF, MAX, SUM und ROUNDUP — keine Makros, keine externen Verknüpfungen. In Google Sheets über Datei → Importieren, in LibreOffice und Numbers direkt öffnen.

Warum ist die Vorlage kostenlos und ohne E-Mail-Adresse?

Weil sie zeigt, wie de_core rechnet: dieselbe Logik wie der Deckungsbeitrags-Rechner, offen und nachprüfbar. Wer die Rechnung für ein Produkt versteht, erkennt, warum sie für 300 Artikel und drei Kanäle ein Modell mit angebundenen Daten braucht — das ist unser Produkt, nicht die Tabelle.

Passende Werkzeuge

Die Tabelle für drei Produkte. de_core für dein ganzes Sortiment.

Shop, Werbekonten, Zahlungsanbieter und Lager verbunden — DB1 bis DB3 je Artikel, jede Nacht, jede Zahl mit Herkunft.