Die üblichen Deckungsbeitrags-Vorlagen kennen Erlös und variable Kosten. Ein Onlineshop hat mehr: Versand je Sendung, Zahlartgebühr in Prozent plus Fixbetrag, Marktplatzgebühr, Retouren als Erwartungswert, Werbekosten je Bestellung. Diese Vorlage rechnet genau das — für bis zu 20 Produkte nebeneinander, mit Summenblock, Fixkosten und Break-even-Bestellungen. Ohne Makros, ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Schranke.

DB1 — nach Wareneinsatz
Netto-Erlös (Brutto-Preis ÷ (1 + USt)) minus Einkaufspreis inklusive Bezugskosten. Die Zahl, die Warenwirtschaft und Shopsystem als „Marge" zeigen.
DB2 — nach Versand, Gebühren, Retouren
Minus Versand und Verpackung je Sendung, Zahlartgebühr (% vom Brutto + fix), Marktplatzgebühr und Retourenkosten als Erwartungswert: Retourenquote × Verlust je Retoure.
DB3 — nach Werbekosten
Minus Werbekosten je Bestellung. Dazu der Kipppunkt der Retourenquote (ab hier ist DB3 negativ) und DB3 gesamt je Monat aus deinen Bestellzahlen.
Summenblock
Summe DB3 aller Produkte, Fixkosten, Ergebnis je Monat, Ø DB3 je Bestellung und die Bestellungen, die du für die Fixkosten brauchst (Break-even).
Die Formeln sind dieselben wie im Deckungsbeitrags-Rechner und stehen offen in jeder Zelle; das zweite Blatt „Annahmen & Anleitung" erklärt jede Stufe. Die drei Beispielzeilen zeigen, wie stark dieselbe Rechnung auseinanderläuft: Beispielprodukt A (39,90 €, 10 % Retouren) behält 6,41 € DB3 je Bestellung, der Mode-Artikel B (59,90 €, 30 % Retouren) 1,30 €, das Marktplatz-Produkt C (15 % Gebühr) 3,83 €.
Eine Tabelle rechnet, was du eintippst: einen Wert je Produkt und Monat. Sie weiß nicht, dass die Retourenquote von Produkt B im Winter 38 % ist und im Sommer 22 %, dass Kampagne 3 nur Produkt A verkauft und Kampagne 5 nur Produkt B, dass der Einkaufspreis seit März 1,40 € höher liegt oder dass PayPal am 21. auszahlt und der Lieferant am 10. Geld will. Die Lücke ist keine Frage der Vorlage, sondern der Daten:
| Frage | Excel-Vorlage | de_core |
|---|---|---|
| DB1–DB3 für ein Produkt, Stand heute | ja — genau dafür | ja |
| Dasselbe für 300 Artikel, jede Nacht neu | manuell, wöchentlich | automatisch aus Shop, Lager, Zahlungsanbieter |
| Welche Kampagne welche Artikel verkauft — POAS je Kampagne | nein | ja, aus den Werbekonten |
| Retourenquote je Artikel im Zeitverlauf, mit Frühwarnung am Kipppunkt | nein | ja |
| Auszahlungslücke und 13-Wochen-Liquiditätsvorschau | nein | ja |
| Jede Zahl mit Herkunft (welche Bestellung, welche Rechnung) | nein | ja |
Deshalb ist die Vorlage kostenlos: Sie ist der kleinste Ausschnitt der Rechnung, die de_core für dein ganzes Sortiment macht. Wer sie einmal für drei Produkte ausgefüllt hat, weiß, warum man sie nicht für dreihundert ausfüllen will.
Je Produkt: Netto-Erlös, DB1 nach Wareneinsatz, DB2 nach Versand, Zahlartgebühr, Marktplatzgebühr und Retouren-Erwartungswert, DB3 nach Werbekosten, Kipppunkt der Retourenquote und DB3 gesamt je Monat; unten Fixkosten, Ergebnis und Break-even-Bestellungen. Nicht enthalten: Historie, Zuordnung von Kampagnen zu Artikeln, Bestände, Liquidität.
Als Erwartungswert je Bestellung: Retourenquote × Verlust je Retoure. Der Verlust je Retoure ist die Differenz zwischen einer behaltenen und einer retournierten Bestellung: Erlös weg, Hinversand verloren, Rückversand und Bearbeitung, Wertverlust der Ware, Zahlartgebühr nicht erstattet. Im Beispiel 28,73 € je Retoure, bei 10 % Quote 2,87 € je Bestellung.
Ja. Die Datei nutzt nur Grundrechenarten sowie IF, MAX, SUM und ROUNDUP — keine Makros, keine externen Verknüpfungen. In Google Sheets über Datei → Importieren, in LibreOffice und Numbers direkt öffnen.
Weil sie zeigt, wie de_core rechnet: dieselbe Logik wie der Deckungsbeitrags-Rechner, offen und nachprüfbar. Wer die Rechnung für ein Produkt versteht, erkennt, warum sie für 300 Artikel und drei Kanäle ein Modell mit angebundenen Daten braucht — das ist unser Produkt, nicht die Tabelle.
Excel-Vorlage Preiskalkulation
Vom Ziel-Deckungsbeitrag rückwärts zum Verkaufspreis — Break-even-Preis, Kipppunkt.
Deckungsbeitrags-Rechner (online)
Dieselbe Rechnung im Browser, mit Kanalvergleich Shop gegen Marktplatz.
Kennzahlenbaum Onlineshop
Wie DB1–DB3 mit Conversion, ROAS, CAC und CLV zusammenhängen.
Ratgeber: Online-Shop-Kosten kalkulieren
Alle Kostenarten eines Shops, mit Checkliste.
Die Tabelle für drei Produkte. de_core für dein ganzes Sortiment.
Shop, Werbekonten, Zahlungsanbieter und Lager verbunden — DB1 bis DB3 je Artikel, jede Nacht, jede Zahl mit Herkunft.